Muskelaufbau ist nicht immer nur eine Frage von erfolgreichen Fitnessprogrammen oder den Trainigseinheiten, die regelmäßig absolviert werden. Es gibt darüber hinaus zahlreiche Alternativprogramme - wovon aber nicht alle wirklich umsetzbar und erfolgreich sind. Der klassische Weg über das Training ist in den meisten Fällen auch der beste Weg. Elektroimpulse allerdings werden in der modernen Strategie zum Muskelaufbau häufig erfolgreich eingesetzt, selbst Profisportler benutzen sie vermehrt. Der Weg zum perfekt gestählten Körper ist auf diese Weise nach Ansicht vieler Experten einfacher zu beschreiten. 20 Minuten intensive Elektromuskel- oder
Elektromyostimulation, soll einem trainierenden Sportler danach 90 Minuten in der Kraftkammer ersparen können.
Mit Reizstrom zum Traumkörper?
Dabei werden die Muskeln dem Einfluss von Reizstrom ausgesetzt, welcher dann die Muskeln zur Kontraktion bewegt. Bei Nachlassen des Stroms entspannt sich der Muskel wieder. Die Elektroden, welche auf dem Körper angebracht werden, absolvieren den ganzen Prozess, ohne auf das Gehirn zuzugreifen. Also quasi automatisch. Bereits in den 70er-Jahren versuchte man, diese Technik zu nutzen. Gerade bei hart trainierenden Akteuren ist sie jedoch nicht besonders beliebt. Und das ist auch verständlich, denn schließlich muss der Körper auf den ersten Blick nicht wirklich viel leisten - und man selber dementsprechend auch nicht. Ein Training also für Faule. Dem widersprechen allerdings Hersteller und vom System überzeugte Fachleute, denn durch die künstliche und intensive Kontraktion in regelmäßigen Abständen werde ihrer Ansicht nach dem Körper auch ohne eigene Leistung unglaublich viel abverlangt.
Als Resümee bleibt die Kombination
Ideal für den Körper ist wahrscheinlich eine Kombination der eigenen Anstrengung und der Nutzung elektrischer Impulse. Wie bei Vitali Klitschko - denn trotz allen positiven Meldungen bleibt ein Fakt bestehen: Wer willentlich ein Gewicht stemmt, aktiviert durch sein Gehirn mehr Muskeln und mehr Energie, als dies durch einen Impuls geschieht. Abgesehen davon: Auch die
passende Sporternährung ist wichtig, welche den Körper unterstützend begleitet. Und schließlich wird von den Herstellern in vielen Fällen mehr versprochen, als das Gerät letztendlich leisten kann. Wer aber offen für Neues ist, der sollte die Technik ruhig mal ausprobieren, ohne auf die eigene Körperkraft in Form von Trainigseinheiten zu verzichten. Passieren kann nicht wirklich etwas - außer schnellerem Muskelaufbau.